Rosemarie Remling: Die Frau an Wolfgang Petrys Seite

Ulrike Kallmayer

Mikrofon, Eheringe und rote Rose als Symbol für Rosemarie Remling und Wolfgang Petry

Als Wolfgang Petry 1976 mit „Sommer in der Stadt“ erstmals ein großes Fernsehpublikum erreichte, war Rosemarie Remling längst Teil seines Lebens. Vier Jahre zuvor hatten die beiden geheiratet – zu einer Zeit, als der spätere Schlagerstar noch Wolfgang Remling hieß und der ganz große Erfolg keineswegs feststand. Mehr als fünf Jahrzehnte später sind „Wolle“ und seine Rosie noch immer ein Paar.

Über Wolfgang Petry ist beinahe alles bekannt: die Lockenmähne, die Freundschaftsbänder, die Stadionkonzerte und natürlich Hits wie „Wahnsinn“ oder „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“. Seine Frau dagegen hat sich nie um eine eigene Rolle im Rampenlicht bemüht. Gerade diese Zurückhaltung macht Rosemarie Remling für viele Fans interessant.

Rosie kannte ihn vor dem Ruhm

Rosemarie und Wolfgang Petry heirateten 1972. Petrys musikalischer Durchbruch folgte erst einige Jahre später. 1975 wurde er bei einem Auftritt in der Forsbacher Diskothek „Whisky Bill“ entdeckt, 1976 erschien sein Debütalbum. Rosie erlebte deshalb nicht nur die ausverkauften Hallen und großen Auszeichnungen, sondern auch den unsicheren Anfang davor.

Es folgte eine Karriere mit bemerkenswerten Höhen und einigen ruhigeren Jahren. In den 1980er-Jahren gelangen Petry erste große Hits, Anfang der 1990er feierte er ein eindrucksvolles Comeback. Später füllte er mit seiner Band ganze Stadien. Rosemarie blieb währenddessen weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit. Sie war bei wichtigen Momenten an seiner Seite, ohne selbst zur öffentlichen Figur werden zu wollen.

Eine Goldene Hochzeit ohne großes Promi-Theater

Im November 2022 feierten Rosemarie und Wolfgang Petry ihren 50. Hochzeitstag. Für ein Paar aus der Unterhaltungsbranche ist das alles andere als selbstverständlich. Petry hat in Interviews nie den Eindruck erweckt, diese lange Ehe sei einfach nebenher gelaufen. Im Gegenteil: Wenn er über Rosie spricht, wird deutlich, dass sie gute wie schwierige Phasen mit ihm durchgestanden hat.

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Auch musikalisch setzte er ihr ein Denkmal. Das 2023 veröffentlichte Album „Stark wie wir“ ist eng mit der gemeinsamen Geschichte verbunden. Der sonst eher bodenständig und schnörkellos auftretende Sänger zeigte damit eine ausgesprochen persönliche Seite. Aus der Frau, die öffentliche Aufmerksamkeit meistens meidet, wurde so indirekt die wichtigste Person eines ganzen Albums.

Was ist über Rosemarie Remling bekannt?

Erstaunlich wenig – und vermutlich soll das auch so bleiben. Rosemarie wird meist Rosie genannt und trägt wie ihr Mann den Familiennamen Remling. Über ihren früheren Beruf, ihren Geburtsort oder ihr genaues Geburtsdatum gibt es keine verlässlich bestätigten öffentlichen Angaben.

Einige Promiportale nennen ein Alter, ohne dafür eine nachvollziehbare Quelle anzuführen. Solche Angaben werden häufig voneinander übernommen und entwickeln dann ein Eigenleben. Sicher belegt sind dagegen die Hochzeit im Jahr 1972 und die Goldene Hochzeit 2022. Wer nach Rosemarie Remlings Alter sucht, findet daher zwar verschiedene Zahlen, aber kein belastbar dokumentiertes Geburtsdatum.

Dass so wenige persönliche Einzelheiten bekannt sind, wirkt heute fast ungewöhnlich. Rosemarie gibt kaum Interviews, inszeniert ihren Alltag nicht öffentlich und hat die Bekanntheit ihres Mannes nie zum Aufbau einer eigenen Prominentenkarriere genutzt. Sie erscheint gelegentlich an seiner Seite, ohne daraus ein dauerhaftes Medienereignis zu machen.

Sohn Achim setzte den musikalischen Weg fort

Rosemarie und Wolfgang Petry haben einen gemeinsamen Sohn. Achim Remling wurde am 24. August 1974 in Bonn geboren und ist als Achim Petry selbst Sänger und Songwriter geworden. In den 1990er-Jahren sammelte er erste Erfahrungen in Musikprojekten und als Mitglied der Popgruppe Trademark. Später begann er eine Solokarriere.

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Achim nahm auch Lieder seines Vaters neu auf und stand gemeinsam mit ihm auf der Bühne. Trotzdem blieb er nicht einfach eine Kopie des berühmten Vaters. Unter seinem eigenen Künstlernamen entwickelte er eine Laufbahn, die den Familiennamen Petry musikalisch in die nächste Generation trug. Rosemarie ist inzwischen zudem Großmutter.

Mehr als nur „die Frau im Hintergrund“

Bei Ehefrauen bekannter Musiker ist schnell von der „starken Frau im Hintergrund“ die Rede. Das klingt anerkennend, macht aus einer eigenständigen Person aber leicht eine Nebenfigur. Bei Rosemarie Remling trifft eher etwas anderes zu: Sie gehört zum privaten Teil von Wolfgang Petrys Leben, den beide bewusst nicht vollständig öffentlich gemacht haben.

Ihre gemeinsame Geschichte umfasst die Jahre vor seinem ersten Hit, den Aufstieg zum Schlagerstar, das große Comeback, anstrengende Tourneen und Petrys späteren Rückzug von der Bühne. Während sich sein öffentliches Erscheinungsbild mehrfach veränderte, blieb die Ehe bestehen. Vielleicht wirkt sie gerade deshalb auf viele Fans glaubwürdig: Sie wurde nie als glamouröse Promi-Romanze verkauft.

Warum Rosie die Fans bis heute interessiert

Wolfgang Petrys bekannteste Lieder erzählen von Liebe, Verlust, Versöhnung und Treue. Hinter diesen großen Gefühlen steht privat eine Beziehung, die bereits 1972 begann. Das verleiht seinen persönlichen Aussagen über Rosie ein anderes Gewicht als eine kurzfristige Schlagzeile.

Rosemarie Remling ist selbst kein Schlagerstar und offenbar auch nicht daran interessiert, einer zu werden. Dennoch lässt sich Wolfgang Petrys Lebensgeschichte kaum erzählen, ohne sie zu erwähnen. Sie kannte Wolfgang Remling, bevor Deutschland ihn als „Wolle“ Petry feierte – und blieb, als die Scheinwerfer längst wieder ausgeschaltet waren.

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Quellenhinweis: Die biografischen Eckdaten wurden unter anderem mit den Porträts von Gala, Schlager Radio sowie der Berichterstattung zur Goldenen Hochzeit abgeglichen.

Ulrike Kallmayer

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